FDP für eine Rückkehr zur Vernunft in der Geschwindigkeitsdiskussion «Geschwindigkeit mit Augenmass»

Die Diskussion um die passende Geschwindigkeit in Städten und Gemeinden wird zunehmend ideologisch geführt. Links dominierte Regierungen und Parlamente führen seit Jahren einen eigentlichen Feldzug gegen den motorisierten Verkehr. Dabei wäre eine Rückkehr zu wieder mehr Vernunft, Gelassenheit und Augenmass nötig. Die FDP Thalwil unterstützt nun eine Einzelinitiative von Andreas Hammer/FDP, die genau das bezweckt.

 

Der Stellenwert von Strassen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Seit Menschengedenken erlauben sie Transit und Zugang, sie verbinden Orte. Sie ermöglichen Gestaltung und Schutz von Berufsalltag und Freizeit sowie das Erbringen oder Einholen nötiger Hilfe – kurzum: sie erlauben das Schöne und Nötige im Leben.

Strassen sind selbstredend nicht immer romantisch und schön, sondern manchmal auch laut und platzraubend. Entsprechend hat der Gesetzgeber schon früh begonnen, die Strassen zu klassieren, in National-, Staats- und Kantons-, Quartier-, Kommunal- u.a. Strassen. Hierzu herrschte sehr lange Konsens, im Wissen darum, dass die grossen Strassen fliessen und grosse Volumina bewältigen, die kleinen Strassen dagegen die Feinverteilung sichern, aber auch Schutz und Ruhe bringen sollen.

Dieser Konsens ging seit rund 30 Jahren zunehmend verloren, nachdem eine immer stärkere, von Eigeninteressen getriebene Welle eingesetzt hatte, die streng dem Motto folgte «Der Verkehr soll fliessen – aber bitte nicht vor meiner Haustür, und nur mit den mir genehmen Verkehrsmitteln».

Aus dieser Welle wurde zunehmend ein verkehrspolitischer Tsunami – gespeist aus kompletter Intoleranz, fundamentaler Vehemenz und Ideologie. Es wurde nicht mehr länger unterschieden zwischen nützlichen und weniger nützlichen, effizienten und weniger effizienten Lösungen, sondern nur noch zwischen «Gut» und «Böse».

Rückkehr zur Vernunft

Dieser einseitigen Sichtweise, die mittlerweile nach den Städten auch viele Agglomerations- u.a. Gemeinden erreicht hat, gilt es, einen Riegel zu schieben. Wir müssen wieder unterscheiden zwischen wirklich schützenswerten Anliegen und bloss schlecht getarnten Eigeninteressen. Es braucht einen eigentlichen Weckruf zur Rückkehr zu einer Diskussion über «Geschwindigkeit mit Augenmass».  Grosse und grössere Strassen sollen – wie vom Gesetzgeber ursprünglich vorgesehen – flüssige Verbindungen sicherstellen, kleinere dagegen auch Ruhe und Schutz gewähren.

So soll auf Thalwiler Gemeindegebiet gelten:

Tempo 50
auf den im kommunalen Richtplan vermerkten Sammel- und Kantonsstrassen

Tempo 60
auf der Zürcherstrasse zwischen Gemeindegrenze zu Rüschlikon und Kreisel Zürcher-/Albisstrasse sowie auf der Seestrasse auf dem Gemeindegebiet Thalwil

Mindestens Tempo 30
auf den übrigen Gemeindestrassen.
(Tempo 30 auf Erschliessungsstrassen nur im Ausnahmefall)

Wo der technologische Fortschritt es erlaubt, sind zudem bisherige, aus Verkehrssicherheits- und Lärmemissionsgründen festgelegte Tempo 30-Zonen auf ihre Wirksamkeit und ihren Nutzen hin zu überprüfen.

Die FDP ist davon überzeugt, mit diesem Vorschlag einen einfachen, umsichtigen und sachlichen Beitrag an die Diskussion um Geschwindigkeiten zu leisten. Die Partei hat an ihrer jüngsten Mitgliederversammlung die Einzelinitiative denn auch einstimmig gutgeheissen.

 

Kontakt

  • Andreas Hammer, Initiant, a.hammer@bluewin.ch, 079 335 75 06
  • Petra Ganz, Präsidentin, petra.ganz@fdpthalwil.ch, 079 179 68 98